Archiv für die Kategorie ‘Fotografie’

Starterkurs Fotografie

Sonntag, 03. April 2011

Gestern habe ich den “Starterkurs Fotografie” der Werbeagentur rot|grün|blau besucht und möchte kurz meine Eindrücke und Erfahrungen schildern.

Der Kurs begann mit einer kurzen Vorstellung der Kursleiter und der Webeagentur. Auf die Vorstellung der einzelnen Teilnehmer wurde verzichtet und auch die Motivation, an diesem Kurs teilzunehmen und der Kenntnisstand der jeweiligen Teilnehmer blieb leider unberücksichtigt.

Als nächstes wurden im ersten Themenblock einige Basics, wie das Wählrad, AF/MF, die Blende und der Verschluss (Belichtungs-/Verschlusszeit) der Digitalkamera erläutert. Nach den Basics wurden verschiedene gestalterische Möglichkeiten, die man mit Hilfe der Belichtungszeit im Bereich “Bewegung” hat, theoretisch vorgestellt: “Einfrieren” bewegter Objekte, Dynamik in Langzeitbelichtungen, Betonung statischer Objekte durch Bewegungsunschärfe (Beispiel: Dom mit Personen im Vordergrund), fließendes Wasser, verwischen des Hintergrunds durch “mitziehen”. Auch die bedeutung des ISO-Werts wurde kurz besprochen, bevor es zur praktischen Umsetzung an einer Straßenkreuzung ging. Hier ein zwei Beispiele, die dabei entstanden sind:

Zurück in den Räumlichkeiten der Werbeagentur wurden die gemachten Bilder auf (leider etwas Leistungsschwache Laptops) kopiert. Dabei wurde “Adobe® Photoshop® Elements 9″ (für den “normalen” Anwender derzeit ab ca. 70 EUR zu haben) vorgestellt und eine gute Möglichkeit zur Verwaltung von Bildern anhand dieser Software erläutert. Leider wurde damit eine kostenpflichtige Anwendung vorgestellt, obwohl ich der Meinung bin, dass mittlerweile auch kostenlose Alternativen (wie zum Beispiel Picasa 3) existieren, die zumindest den gezeigten Funktionsumfang ebenso beherrschen. Durch die Tatsache, dass alternative Programme nicht wirklich erwähnt wurden, erweckte dieser Teil des Kurses ein wenig den Eindruck einer Werbeveranstaltung.

Der nächste Kursabschnitt war wieder ein Theorieteil, diesmal zum Thema “Blende”: Der unterschied zwischen einer offenen und einer geschlossenen Blende wurde erklärt, die Blendenwerte samt inernationaler Blendenreihe (1, 1.4, 2, 2.8, 4, 5.6, 8, 11, 16, 22, 32) und der Zusammenhang zu den Lichtstärkeangaben auf den Objektiven wurden erläutert und schließlich die Blende als Gestaltungselement anhand von Bildbeispielen diskutiert. Dabei ist natürlich auch der Begriff “Schärfentiefe” gefallen, der den Kursteilnehmern ebenfalls erläutert wurde.

Nun folgte wieder ein praktischer Teil, in dem versucht wurde, die eben erlernte Theorie auszuprobieren und umzusetzen:

Indoor-Aufnahmen

Outdoor-Aufnahmen (Der ISO-Wert wurde nach den Indoor-Aufnahmen versehentlich nicht geändert, obwohl die Lichtverhältnisse es zugelassen hätten.)

Im Anschluss an den praktischen Teil wurden die Ergebnisse unserer Aufnahmen wieder an auf die Laptops kopiert und konnten dort betrachtet und bewertet werden. Die Bildbewertung wurde im Kurs als elementar hervorgehoben, wenn man sich in der Fotografie weiterentwickeln möchte. Durch die Auseinandersetzung mit den Ergebnissen und dem Abgleich zwischen dem Ergebnis und den vorgenommenen Einstellungen - die von der Kamera mit dem Bild als zusätzliche Information mitgespeichert werden - lernt man stets dazu und bekanntlich macht nur Übung den Meister.

Abschließend wurden noch die restlichen Kameramodi besprochen, in Ergänzung zu den bereits verwendeten Halbautomatiken (Blenden- und Zeitautomatik). Dabei wurden auch Modi wie Portait, Landschaft, Sport, etc. “entschlüsselt”, die vor allem bei Kompaktkameras als Verkaufsargument dienen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit wurde das Thema der Brennweite zuguterletzt zwar besprochen, jedoch nicht in aller Ausfürlichkeit behandelt.

Mein Fazit: Insgesamt ein gelungener Kurs, der sich aber wirklich nur an Teilnehmer mit keinerlei Vorkenntnissen im Bereich Fotografie richtet. Ideal geeignet wäre der Kurs für Personen, die sich am Vortag eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft haben oder bisher nur im Vollautomatikmodus geknippst haben. Hat man sich, wie in meinem Fall, bereits mit Brennweite, Blende und Belichtungszeit beschäftigt und bereits mit den Halbautomatikmodi fotografiert, ist der Kurs zum größten Teil Wiederholung. Auch der Kursabschnitt, in dem Adobe® Photoshop® Elements 9 erklärt wurde, hätte meiner Meinung nach nicht in der Ausfürlichkeit geschehen müssen. Ausreichend wäre gewesen, hätte man sich auf das Importieren und Betrachten der Ergebnisse konzentriert und den Funktionsumfang der Softwarte zur Fotoverwaltung nur kurz skizziert. Das beste am Kurs waren für mich somit auch die praktischen Teile, in denen unter Anleitung ausprobiert und theoretisches praktisch umgesetzt werden konnte und die hilfreichen Tipps der Kursleiter. Meinen Bedürfnissen wäre vermutlich der Kurs zur Bildgestaltung eher gerecht geworden.

Mein Einstieg in die DSLR-Welt

Dienstag, 21. September 2010

Canon EOS 50D

Canon EOS 50D

Vor einiger Zeit habe ich mir eine neue Kamera geleistet, genauer gesagt eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR). Das Kameragehäuse ist das Canon EOS 50D, das ich zusammen mit dem 18-55mm f3.5-5.6 Kit-Objektiv (das mit dem Bildstabilisator) erstand. Für das Kit-Objektiv habe ich mich entschieden, da es mir eine günstige Möglichkeit bietet, mich mit der Kamera vertraut zu machen und erste Gehversuche in der DSLR-Fotografie zu unternehmen.

Canon EF-S 18-55mm f3.5-5.6 IS

Canon EF-S 18-55mm f3.5-5.6 IS

Thematisch interessiert mich zunächst grundsätzlich fast alles, da ich neugierig bin und vieles ausprobieren möchte; also zum Beispiel Portraits, Makros, Landschaft und Architektur sowie technische Spielereien wie die Erstellung von Panoramen und HDR-Bildern. Doch um das alles ausprobieren zu können, benötigte ich zunächst eine Einführung in die Grundlagen der Fotografie, die ich autodidaktisch über den Fotolehrgang im Internet bzw. das entsprechende Buch erhielt. Der Fotolehrgang vermittelt die Grundlagen der Fotografie meiner Meinung nach ziemlich gut und vor allem für Laien wie mich sehr verständlich. Was er jedoch nicht ersetzt und auch ausdrücklich propagiert ist das Üben, Üben, Üben. Die Erfahrungen die man dabei macht und der immer wieder auftretende AHA-Effekt, wenn man etwas selbst ausprobiert hat, sind eine notwendige Ergänzung zur Lektüre des Buchsn (bzw. des Pendants im Internet). Dabei wird man auch hin und wieder mit Erfolgserlebnissen belohnt.

Geholfen hat mir beim Einstieg auch das fototalk-Forum. Die meiner Meinung nach kompetente Kaufberatung und freundliche Aufnahme in die Community möchte ich hier hervorheben. Leider muss ich auch erwähnen, dass sich der Administrator allem Anschein nach nicht mehr um das Forum kümmert: Spam-Beiträge werden beispielsweise nicht unterbunden und die Forensoftware ist auch etwas eingestaubt. Dennoch finde ich, dass mir hier immer weitergeholfen wird, falls ich Fragen zur Fotografie habe.

Das DSLR-Forum soll auch nicht unerwähnt bleiben. Jedoch kann ich hier nichts zur Community sagen, da mich hier hauptsächlich der sehr gute “Biete”-Bereich interessiert hat, der eine tolle Verkaufsplattform für gebrauchtes Fotoequipment darstellt.

Tamron 28-75mm f2.8

Tamron 28-75mm f2.8

Jetzt freue ich mich auf das Tamron AF 28-75mm 2,8, das ich kürzlich gebraucht über das Internet erstanden habe und mir hoffentlich im Laufe der Woche zugeschickt wird. Ein wenig besorgt bin ich zwar, da es immer wieder negative Erfahrungsberichte über Gebrauchtkauf dieses Objektivs im Internet gibt, da ich so nicht die Möglichkeit hatte, mich vom einwandfreien Autofocus (kein Front-/Backfocus) sowie dem tadellosen Zustand der Linsen zu überzeugen. Jedoch lohnte es sich meiner Meinung nach aufgrund des günstigeren Preises dieses Risiko einzugehen.

Nun fehlt mir für’s Erste noch ein gutes, leichtes aber günstiges Stativ, um meine bisherige Ausrüstung vorläufig zu vervollständigen - wobei längerfristig noch das ein oder andere auf meiner Wunschliste steht ;)